[Rezension] Rock my Body – The Last Ones To Know 2 | Jamie Shaw

Rock my Body

ePub | blanvalet| 416 Seiten | 9,99€ | 978-3-641-18919-8 | ET 20.03.2017 | REX


Erste Worte 

„Küss mich!“, befehle ich dem glücklichsten Typen des Abends. Als er sich mit seiner Milchbubi-Frisur vor einer Weile zu mir an die Bar des Mayhem setzte, meid ich jeglichen Blickkontakt, wandte ihm demonstrativ den Rücken zu und schlug die Beine auf der anderen Seite übereinander. Es war nicht geplant, mit ihm herumzuknutschen, aber jetzt habe ich keine andere Wahl. Leseprobe


Inhalt 

Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich die Finger verbrennen … Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band The Last Ones To Know trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen. Aber in Joel hat sie ihr Gegenstück gefunden, denn auch er hat den Ruf, nichts anbrennen zu lassen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken – in jeder Hinsicht, denn beide haben ihren ganz eigenen Kopf und klare Ansichten, was sie von festen Beziehungen halten. Und doch muss sich Dee bald eingestehen, dass sie mehr sein will, als nur Joels Affäre … Quelle 


Rezension

Der erste Band Rock my Heart hat mich ziemlich begeistert, weshalb ich sehr gespannt auf diesen Teil war. Und ich muss sagen, enttäuscht wurde ich nicht! So ganz mithalten mit dem ersten Band können Dee und Joel leider nicht, aber sie spinnen die Geschichte der „Last Ones to Know“ schön weiter. Ich habe mit gelacht und geweint, mich geärgert und über die Situationen amüsiert, wie es bei einem guten Buch sein sollte.

Ich weiß nicht, vielleicht sind Rockstars die neuen Vampire: Wohin ich auch schaue, in jedem Regal, jeder Buchhandlung steht mindestens ein solcher Roman, der die Herzen von Teenagern und Junggebliebenen höher schlagen lässt/lassen soll. Warum das so ist, möchte ich hier gar nicht analysieren, ich stelle es nur mal ganz öffentlich fest … (Das soll übrigens nicht heißen, dass die Vampire vom Mark wären – als ob das so schnell passieren würde!) Jedenfalls hebt sich diese Reihe und damit auch dieser etwas schwächere Band in meinen Augen von der Masse der Rockstar-Romane ab. Das hat viele Gründe.

Zum Einen gibt es die Charaktere. Jede Figur hat eine Hintergrundgeschichte, hat Macken und Eigenheiten. Die Handlung steht nicht auf der Stelle, sondern kommt mit jeder Entscheidung, die getroffen wird, voran, und trägt mich als Leserin durch die Geschichte. Hier gibt es eine emotionale Achterbahn, wie ich sie in meiner Lektüre schon länger vermisst habe. Dann ist da noch dieser Aspekt, dass die Rockstars nicht einfach nur Rockstars sind, um Rockstars in der Geschichte zu haben und damit in dieses neue Themengebiet im Buchhandel zu gelangen, sondern die ganze Handlung dreht sich um die Musiker und ihre Musik. Es geht nicht darum, dass ein graues Mäuschen urplötzlich von ihrem musikalischen Idol wahrgenommen wird und diesen nichts aufhalten kann auf dem Weg zu ihrem Herzen (oder eher zu anderen Körperteilen …). Hier spielt die Musik tatsächlich eine Rolle und ich hatte oft das Gefühl, sie fast hören zu können. Das muss man als AutorIn erst mal schaffen!

Mir fiel auch wieder auf, dass sich mein Lesegeschmack mit dem Alter etwas verändert. Man wächst eben aus den Kinderbüchern heraus und High School-Dramen verlieren für mich nach und nach seinen Reiz – aber die Bücher, deren Protagonisten in meinem Alter sind, sich also auf dem College oder der Uni befinden, gibt es ja auch noch. Dessen war ich mir vorher nie wirklich bewusst, eben, bevor ich selbst diesen neuen Lebensabschnitt nach dem Abi begonnen habe. Rock my Heart und Rock my Body lässt mich am Leben einiger Studenten teilhaben bzw. an dem Leben junger Leute in meinem Alter. Schätze, ich passe perfekt in die Zielgruppe? 😉

Der Schreibstil begeistert mich auch ziemlich. Klar, es gibt Szenen, in denen die Sprache zu extrem ins Jugendliche verdreht wurde, sodass es nicht mehr authentisch wirkt. Grundsätzlich ist die Geschichte von Dee und Joel aber sehr angenehm zu lesen und ich hatte währenddessen einfach nur Spaß.

Die Geschichte selbst dreht sich in diesem Band um Dee und Joel, wie schon gesagt. Dee ist die überdrehte Freundin unserer Protagonistin aus dem ersten Band Rock my Heart, Joel ein weiteres Mitglied der Band „The Last Ones to Know“. Diese Beziehung ist derart explosiv und schwankt von einem Hoch zum Tief zum nächsten Hoch, dass man schon fast ein Schleudertrauma bekommt, wie all die Nebencharaktere. Apropos: Was ich auch sehr mag an Reihen wie dieser, ist die Tatsache, dass die Paare über mehrere Bände begleitet werden, nur steht eben pro Band ein neues Paar im Mittelpunkt. So werden die Protagonisten aus Band eins zu Nebenfiguren in Band 2, aber man sieht, wie sich die Beziehungen entwickeln. Dadurch muss man nicht gleich loslassen … Deshalb mag ich Buchreihen so gern, weil man die Menschen ein bisschen länger begleiten kann, als mit Einzelbänden. Aber ich schweife ab.

Insgesamt hat mit Rock my Body sehr gut gefallen, wenn es auch ein bisschen langatmiger war als sein Vorgänger. Die Folgebände Rock my Soul und Rock my Dreams habe ich übrigens inzwischen auch gelesen – dazu wird es aber, wenn überhaupt, nur Kurzrezensionen geben.

4


Fazit

Etwas schwächer als der großartige Reihenauftakt, aber immer noch viel besser als der Großteil dessen, was dieses Genre momentan sonst so zu bieten hat.


Fragerunde

  1. Wie seht ihr das: Rockstars – die neuen Vampire der Jugendliteratur?
  2. Was haltet ihr davon, unter eigenen Rezensionen die anderer Blogger zu verlinken? Findet ihr das gut oder eher schlecht?

Reihenübersicht

  1. Rock my Heart
  2. Rock my Body
  3. Rock my Soul
  4. Rock my Dreams

Weitere Rezensionen


© Henrike Renken für WatchedStuff – Juli 2017

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