[Rezension] Rockstar Sommer 4. Haben Rocksongs ein Happy End? | Sandra Helinski

9783960870265Verlag: Digital Publishers
Format: ePub
Seitenzahl: 163
Erschienen: 2. August 2016
ISBN: 9783960870265
Preis: 2,99 €
Erworben: September 2016. RezEx des Verlags.

Inhalt Rockstar Eddi hat Annas Herz erobert, aber wie soll es nun mit ihnen weitergehen? Alles könnte so schön sein, wären da nicht sein zweifelhafter Ruf und ihre unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben. Für Anna gibt es nur eine Möglichkeit, sich selbst davon zu überzeugen, dass Eddi nicht der Richtige für sie ist: Sie lädt seine Freundin ein! Auch Eddi hadert mit seiner Zukunft. Seit einiger Zeit ist ihm klargeworden, dass er um seine Gesundheit nicht zu gefährden kürzertreten muss. Doch gibt es eine Möglichkeit für ihn und seine Band „Damn Silence“, etwas an ihrem Leben auf der Überholspur zu ändern – oder haben Rocksongs etwa kein Happy End? Quelle

Meine Meinung Ich war gespannt, wie die Geschichte um die neugeborene Landmaus und den Rockstar ihr Ende finden würde. Meine Überlegungen, wie denn bitte diese beiden Leben mit positiven Ergebnissen kombiniert werden sollen, werden dann auch tatsächlich kurz vor Schluss aufgegriffen.

Im Großen und Ganzen ist diese Rockstar Sommer-Reihe die Geschichte eines Paares, das sich unter normalen Umständen kaum kennengelernt hätte und das doch füreinander bestimmt zu sein scheint. Details wie die Tatsache, dass Sie mit Tieren arbeitet und sich ein neues Leben im Nirgendwo aufgebaut hat, oder der Fakt, dass Er sein Rockstarleben liebt, es ihn aber krank macht, sorgen für den notwendigen Normalo-Faktor beziehungsweise das kleine Bisschen Aufregung, das einen Roman spannend macht.
Die Charaktere sind nicht immer und nicht alle mein Fall gewesen, doch Eddi konnte ich – bis auf seinen Namen – von Anfang an gut leiden. Anna mag ich eigentlich auch, äußerlich ist sie eine tolle Person. Innerlich gibt es allerdings zu viele, zu lange, zu lahme Monologe, um ihre Figur wirklich ins Herz zu schließen. Ich gönne ihr aber das Glück, das sie sucht.

Der Schreibstil ist voller Details, wie ihr wisst, falls ihr meine Rezensionen zu den ersten drei Bänden gelesen habt (s. unten). Mal stören diese den Handlungsverlauf enorm, wie es besonders im ersten Band der Fall war, aber das nimmt immer mehr ab. In diesem finalen Band ist von diesem Übermaß an Kleinigkeiten kaum mehr etwas zu sehen. Das ist mir sehr positiv aufgefallen. Insgesamt ist der Stil flüssiger und rasanter geworden, was sowohl beim Lesetempo als auch dem -empfinden spürbar war.

Mir hat dieser Band der Reihe um Anna und Eddi also gefallen – aber das Ende? Ehrlich? Quasi mitten in der Handlung bricht diese ab und lässt uns Leser mit einer Aussage hängen, die nicht nur unangebracht, sondern auch völlig fehl an dieser Stelle der Geschichte ist. Ich kann das nicht genauer ausdrücken, ohne zu viel vorweg zu nehmen, aber das Ende ist, so schön es auch für die Figuren sein mag, absolut nicht so gut, wie es hätte werden können und wie ich es, verglichen mit dem Rest der Reihe, erwartet hatte.

Die Reihe an sich ist sehr unterhaltsam und eine leichte Lektüre, die besonders für laue Sommerabende geeignet ist. Allerdings bin ich kein Fan von diesen zwanghaft in kleine Häppchen unterteilten Romanen, die unbedingt in mehreren Bänden erscheinen müssen. Ich kann verstehen, dass das aus Gründen wie gesteigertem Profit und dem Anlocken der Leserschaft aus Sicht von Verlag und möglicherweise auch Autorin Sinn ergibt, doch mich als Leser stört das nur. Ich finde einzelne Bände einer Reihe, die jeweils nur um die 100 Seiten haben, zu kurz. (Kurzgeschichten oder -romane sind da ein ganz anderes Thema.) Da kann man zumindest jeweils zwei zusammenlegen. Das hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass diese Geschichte nur als eBook erschienen ist: Auf diese Weise fällt es nicht so sehr auf, wenn ein Buch wenige Seiten hat, also in der Printversion sehr dünn wäre. Wer würde schon eine Print-Geschichte in mehrere Bände unterteilen, wenn diese jeweils nur gut 100 Seiten hätten?
(Und, kleine Nebenbemerkung: Ich finde drei Euro für durchschnittlich 100 Seiten schon recht happig…)

Fazit Guter Abschluss einer Reihe, die zwar kleine Mängel hat, aber dennoch gut gelungen ist.

Punkte-3

Die Rockstar Sommer-Reihe

  1. Neuanfang mit Rockmusik
  2. Stumme Rockstars beißen nicht
  3. Küsse niemals einen Rockstar
  4. Haben Rocksongs ein Happy End?
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