[Filmtipp] Deadpool

Hallo ihr Lieben!

Ja, ich habe es mal wieder geschafft, einen Tipp für den Samstag zu schreiben. Heute geht es um einen Film, den ich bereits im März gesehen und für gut befunden habe, und der den meisten von euch wahrscheinlich ebenfalls nicht fremd ist:

deadpool-film-header

Ich war während der Semesterferien daheim und habe mit einer lieben Freundin das lokale Kino heimgesucht. Normalerweise schauen wir irgendwelche Schnulzen zusammen, vornehmlich Nicholas Sparks-mäßiges Zeug, aber diesmal konnte ich sie von einem Marvelfilm überzeugen. Hat mich überrascht, aber hey. Da fragt man nicht nach. Und sie war hinterher auch geneigt, sich weitere „Superhelden“-Filme anzuschauen. Deapdpool eignet sich also bewiesenermaßen dazu, Neulinge von den Qualitäten der Comichelden zu überzeugen…


Der Film handelt, wie die meisten vermutlich bereits wissen, von einem Kopfgeldjäger und Draufgänger, der an Krebs erkrankt, direkt, nachdem er seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht hat. Es geht quasi in dem Moment bergab, als das Leben so richtig prima läuft. Völlig vor den Kopf gestoßen versuchen sie, das Beste aus der Situation zu machen, als ein mysteriöser Kerl mit Anzug und Visitenkarte auftaucht und dem Todkranken seine Hilfe – nein, die Rettung anbietet. Er müsse nur anrufen. Dummerweise tut der von Ryan Reynolds Gespielte das und landet in einem Versuchslabor. Er wird tatsächlich geheilt, doch die Nebenwirkungen sorgen dafür, dass er einen Ganzkörperanzug tragen muss trägt. Doch seinen Humor verliert er nicht. Auf der Suche nach demjenigen, der ihm das angetan hat, lässt er keinen Stein auf dem anderen und auch die Leichen, die er zurücklässt, sind nicht immer in einem Stück.


Hier ein paar Bilder für euch. Ein Klick vergrößert!

Was diesen Film besonders macht, ist nicht nur der grandiose schwarze Humor des Hauptcharakters, sondern auch zum Beispiel die Kameraperspektive. Wo Marvel sonst ausblendet oder die Kamera leicht zur Seite schwenkt, wird hier genau draufgehalten. Die Menschen sterben nicht einfach, sondern stoßen eine Blutfontäne aus, wenn ein Samuraischwert oder eine Pistolenkugel sie durchbohrt. Es ist realistischer. Was weniger realistisch ist und damit einen Gegenpol zu dieser Art des Filmens bildet, ist die Tatsache, dass im Grunde den ganzen Film über Deadpool mit dem Publikum spricht. Sogar im Abspann, bevor, wie bei jedem Marvelfilm, am Ende ein Ausblick auf den nächsten Film des Studios gegeben wird. Diese Kommunikation mit dem Publikum nennt man „die vierte Mauer durchbrechen“ oder, auf Englisch gefällt es mir besser, „breaking the 4th wall“. In der Serie House of Cards wird das so gehandhabt, was die Serie speziell macht. Und auch hier wäre der Film lange nicht derselbe, wenn der Superheld, der sich selbst als Antiheld bezeichnet, nicht ständig in die Kamera gucken, derbe Sprüche von sich lassen oder sonst einen Klamauk veranstalten würde, der den Charme dieser Produktion ausmacht.

Na ja, und die ständigen Anspielungen auf andere Filme, zum Beispiel X-MenWolverine oder Green Lantern (der ebenfalls von Ryan Reynolds gespielt wurde, aber ein Riesenflop war), setzen dem Ganzen noch die Krone auf. Ich habe beinah durchgehend gelacht – wenn ich mal gerade keine Witze erklären durfte, denn besagte Freundin hat ja keine Ahnung vom Marveluniversum, in dem dieser Film selbstverständlich spielt – und den anderen Leuten im Saal ging es genau so. Das Publikum war etwas XY-Chromosom-lastig, aber das hatte ich gar nicht anders erwartet. Tatsächlich habe ich jedoch häufiger Frauen lachen hören, als Männer…


Diesen Film zu schauen lohnt sich, besonders, wenn man nicht (nur) auf tiefgründige Dramen aus ist. Diese kommen zwar auch vor, aber sind eher Nebensache und Begründung für das Heck Meck, aus dem Deadpool besteht.

Zum Abschluss der Trailer:

Ich wünsche euch einen schönen Samstag, ein tolles und erholsames Wochenende und möglicherweise viel Spaß beim Schauen dieses Filmes, falls ihr das in näherer Zukunft vorhabt!


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2 Kommentare zu “[Filmtipp] Deadpool

  1. Huhu Henrike,

    mehr als die Vorschau dazu gesehen habe ich bis jetzt noch nicht.
    Aber Danke für den Tipp…schönes Wochenende..LG..Karin…

  2. Pingback: Kritik: Deadpool | filmexe

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