[Rezension] Tochter der schwarzen Stadt | Torsten Fink

243_26980_145759_xxlVerlag: blanvalet
Format: TB
Seitenzahl: 512
Erschienen: 19.01.2015
ISBN: 978-3-442-26980-8
Preis: 14,99€
Erworben: April 2016

Erste WortePrinz Lemaos klammerte sich an den rissigen Felsen, als der nächste Brecher über ihm zusammenschlug. Er spuckte Wasser aus und spähte hinüber zum dunklen Ufer, das sich hinter der weißen Gischt erahnen ließ. Er hatte seinem Bruder versprochen zurückzukehren, er hatte es versprochen, und irgendwann musste dieser Sturm doch nachlassen! Leseprobe

Inhalt Alena versteht es, sich durchs Leben zu mogeln. Doch als sie sich in der Stadt Terebin als uneheliche Tochter des Herzogs ausgibt, ist sie wohl zu weit gegangen. Ihr droht der Tod – es sei denn, sie willigt ein, bei einer groß angelegten Intrige die Hauptrolle zu spielen. Denn Alena ist der wahren Prinzessin wie aus dem Gesicht geschnitten und soll nun an ihrer statt einen der verhassten Skorpion-Prinzen heiraten. Doch das ist nicht die einzige Verschwörung, in die sie sich verstrickt. Und vielleicht – nur vielleicht – ist sie ja tatsächlich die Tochter des Herzogs … Quelle

Meine Meinung Dieses Buch fand ich spannend, weil hier wieder eine starke Frau im Fokus steht und mir so etwas gerade sehr gut gefällt. Auch gefiel – und gefällt – mir das Cover sehr. Ich habe inhaltlich mit einer Geschichte nach Art der Trudi Canavan-Romane gerechnet, und diese Erwartung war auch nicht ganz verkehrt. Leider spielt dieser Roman im Universum einer Reihe dieses Autors, sodass es besser gewesen wäre, hätte ich diese Reihe gelesen. Es handelt sich hierbei um einen Einzelband, deshalb dachte ich, das wäre nicht nötig. Falsch gedacht.

Die Charaktere sind mir recht sympathisch, auch und gerade die Antagonisten. Besonders der richtige Hauptbösewicht, den ich erst gegen Ende des Romans zusammen mit der Protagonistin entlarven konnte, ist sehr gut gezeichnet worden. Leider ist die Protagonistin nicht so recht nach meinem Geschmack. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich eben die Hintergrundgeschichte dieses Romans nicht kenne, weil ich die Reihe, in deren Universum dieser Roman spielt, nicht gelesen habe. So verstehe ich zwar, dass die Menschen die Skorpionprinzen fürchten und verabscheuen, doch mich kann nicht recht fassen, warum Hass, Furcht und Abscheu diese Ausmaße angenommen haben. Auch die Praxis von Magie und die Gebräuche der Menschen erschließen sich mir nicht ganz. Weil die Protagonistin ein reines Produkt dieser Gebräuche, der Art der Menschen und eben dieser Welt ist, in der die Handlung sich befindet, kann ich auch sie nicht richtig zu fassen kriegen. Das ist natürlich ärgerlich, denn diese Person begleitet mich durch das ganze Buch.

Inhaltlich passt dieser Roman hervorragend in die Low Fantasy, ist auch – eben mit Mängeln an der Nachvollziehbarkeit – ganz gut geschrieben. Nur ist es eben ohne Vorwissen, anders, als angegeben, schwer zu verstehen. Vielleicht werde ich es noch einmal lesen, nachdem ich die Reihe um die Skorpionprinzen gelesen habe. Vermutlich finde ich dann mehr Gefallen an ihm.

Fazit Unterhaltsam, aber ohne Kenntnis über die anderen Bücher des Autors fiel es mir manchmal schwer, der Handlung zu folgen.

Punkte-3

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3 Kommentare zu “[Rezension] Tochter der schwarzen Stadt | Torsten Fink

  1. Wenn man die ganze Zeit in einem Universum schreibt, ist es oft schwer daran zu denken, dass ein Einzelband auch wirklich für sich stehen muss. Man nimmt als Autor(in) so vieles aus der Welt für selbstverständlich an, dass man manchmal vergisst, dass es viele Leser(innen) gibt, die es nicht verstehen. Ich finde es immer schade, wenn das passiert und gebe mir viel Mühe, so etwas zu vermeiden.

    • Ja, ich kann das auch recht gut verstehen. Wenn ich zum Beispiel Hausarbeiten schreibe, bin ich auch irgendwann so in der Thematik drin, dass ich nicht merke, dass ich eine wichtige Definition oder sowas vergessen habe. Dann ist es gut, wenn meine Schwester noch mal drüberliest und ich dann als Feedback ein „HÄ?!“ bekomme… 😉
      Als Leser nervt mich das einfach nur, und in diesem Fall war es eben echt schade, denn das Buch hätte mir sicherlich zehn mal besser gefallen.

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