[Rezension] Die unsichtbare Bibliothek | Genevieve Cogman

22c9441d42d08eeeVerlag: Bastei Lübbe
Format: TB
Seitenzahl: 429
Erschienen: 10.12.2015
ISBN: 978-3-404-20786-2
Preis: 14,99€
Erworben: zu Weihnachten von meiner Schwester geschenkt bekommen, Dezember 2015

Erste WorteIrene führte den Wischmopp mit gleichmäßigen, bedächtigen Bewegungen über den Steinfußboden; zwischendurch legte sie immer wieder kleine Pausen ein und bewunderte das Leuchten der nassen Bodenfliesen im Licht der Laternen. Leseprobe

Inhalt ALLES BEGINNT MIT EINEM BUCH …  Die unsichtbare Bibliothek – ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben. Irene Winters ist eine von ihnen. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm’schen Märchen aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird nur allzu schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Und die anderen Interessenten gehen über Leichen, um zu bekommen, was sie wollen … Quelle

Meine Meinung Dieses Buch habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt bekommen und seitdem liegt es unberührt im Regal. Jetzt habe ich es endlich geschafft, meine Nase zwischen die Seiten zu stecken. Die Idee gefällt mir recht gut und erinnert mich an Die Seiten der Welt von Kai Meyer:

Alles dreht sich um ein bestimmtes Buch, das scheinbar die Welt aus den Angeln heben kann. Deshalb streiten sich verschiedene Parteien darum, es in die Hände zu bekommen, und gehen dabei auch mal über Leichen. Was mir hier aber nicht gefällt, ist die Langatmigkeit der Geschichte, die besonders durch den Schreibstil entsteht. Es werden ganze Textpassagen wiederholt, indem sie nur etwas anders formuliert werden, aber dabei wird derart um den heißen Brei herumgeredet, dass es schwer ist, die Bedeutung dieses Abschnittes – der ja wichtig zu sein scheint, sonst hätte man ihn nicht wiederholt – überhaupt zu erfassen. Passend zu der Zeit, in die sich die Bibliothekare begeben, nämlich in das viktorianische London, wird die Sprache angepasst – aber, wenn ich es denn richtig verstanden habe, die eigentliche Zeit ist schon wesentlich weiter vorangeschritten (Irene setzt sich in der Bibliothek an einen Computer), weshalb mir nicht einleuchtet, warum sie nicht einmal in ihren inneren Monologen „modern“ spricht oder denkt. Auch herrscht nicht nur in dem London, in das sie sich begeben, ein Chaos, das inhaltlich beabsichtigt ist und Sinn ergibt, sondern in dem gesamten Buch werden Dinge wiederholt (und ich wiederhole das Wiederholen jetzt mit Absicht, damit ihr merkt, wie das nervt…), auf drei verschiedene Arten erklärt und dann an anderen Stellen Lücken gelassen, sodass ich beim Lesen teilweise so verwirrt war, dass es kaum noch Spaß gemacht hat. 

Die Charaktere sind auch nicht so ganz nach meinem Geschmack, am ehesten noch Kai. Irene ist wankelmütig, aufbrausend und einfach trist, Vale scheint die ganze Zeit zwischen Vertrauen und Verrat hin und her zu schwanken, die Elfen sind sowieso alle irgendwie komisch. Dann gibt es noch diese Wesen, die mit irgendeiner Technik versehen wurden, damit sie auch ja ordentlich so wirken, wie dieser Stil, dessen Name mir jetzt natürlich nicht einfällt. Dieses Schreibmaschinen-retro-Zeug. Also, pseudo-retro, nicht echt. Wisst ihr, was ich meine? Na ja. Kai wirkt auf mich als einziges ein bisschen wie ein richtiger Mensch [SPOILER] – und dabei ist er gerade einer der wenigen Nicht-Menschen [SPOILER ENDE].

Ich habe für dieses Buch wirklich einen ganzen Tag und eine halbe Nacht gebraucht, und so lange habe ich seit einiger Zeit nicht mehr an einem Buch knabbern müssen.
Nach dem Lesen stellte ich dann fest, dass Die unsichtbare Bibliothek nur der erste Band einer Reihe, wohl einer Trilogie ist. Vermutlich werde ich es aber hierbei belassen.

 Fazit Nette Idee, aber viel zu langatmig und mit sehr schwachen Charakteren. Hätte man viel besser umsetzen können.

Punkte-2

  1. Die unsichtbare Bibliothek
  2. Die maskierte Stadt (erscheint am  12. August 2016)
  3. – noch kein Titel –
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8 Kommentare zu “[Rezension] Die unsichtbare Bibliothek | Genevieve Cogman

  1. Halloechen,
    gut zu wissen, denn ich habe mir das Buch bei einer Online-Aktion auf Englisch gekauft und habe es dann einigen Seiten weg gelegt. Fand es auch irgendwie zäh und langweilig.
    LG Melli

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  2. Hallöchen!

    Och ne. Das Buch hatte mich jetzt so angefixt als ich das Cover gesehen hatte und den Titel und dann kommt sowas. Mist, schade eigentlich. Aber ich bin dir dankbar das du zu dem Buch gleich eine Rezi geschrieben hast, so kann ich es mir sparen und meine SUB wird nicht noch um ein Buch reicher. Ist ja nicht so als wäre die SUB minimalistisch bei mir *lach*

    LG Prisha

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    • Hey. 🙂 Tut mir leid, dass ich deine Vorstellungen nun so über den Haufen geworfen habe, aber es freut mich, dir helfen gekonnt zu haben..
      SuBs sind wirklich kein gutes Hobby – meiner wächst leider, aber ist noch relativ klein (vielleicht maximal 30 Bücher).
      LG!

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  3. Huhu 🙂
    Danke für den Besuch bei mir! Ich seh es auch so wie du, dass Buch war leider enttäuschend. Trotzdem habe ich auch den zweiten Teil noch gelesen und ehrlich – ich bin froh darüber. Der zweite Teil war für mich geordneter, es wurden nicht andauernd ein und das selbe Wort wiederholt und auch Irene als Protagonistin war mir sympathischer.
    Liebe Grüße
    Denise

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    • Hallo. 🙂
      Schön, dass nur der erste Band nicht so super war. Ich selbst werde aber wohl trotzdem die Finger von den anderen Bänden lassen: Es gibt einfach genug andere Bücher, von denen ich glaube, dass sie mir besser gefallen könnten und die ich daher zuerst lesen möchte. 😉
      Liebe Grüße, Henrike

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