[Serientipp] Blindspot

Hallo ihr Lieben und guten Morgen!

Heute habe ich mal wieder einen Serientipp für euch, der letzte ist ja auch schon eine Weile her. Bevor ich aber loslege mit meinen Lobpreisungen und dem begeisterten Geschwafel: Ich habe von einigen von euch schon gehört, dass ihr tatsächlich den Serien eine Chance gegeben habt, die ich euch empfohlen habe, und dass diese auch noch gut bis sehr gut angekommen sind. Ich hatte anfangs gar nicht damit gerechnet, dass sich überhaupt jemand für Posts wie diesen interessiert, aber ich freue mich wie Oskar, jedes Mal, wenn ich einen solchen Kommentar lese! Bisher scheinen es euch ScorpionChicago Fire und Once Upon a Time am meisten angetan zu haben. Dem entnehme ich, dass ihr auf kluge Köpfe, Action und ein kleines Bisschen Märchenhaftigkeit steht… Sehe ich das richtig?

blindspot

Jetzt aber zum eigentlichen Thema des Tages.
Als ich neulich (irgendwann um Weihnachten herum, glaube ich) mal wieder im Internet gestöbert habe, was das neue Jahr denn so an Serien zu bieten hat, bin ich auf eine neue Serie namens Blindspot gestoßen. Wörtlich übersetzt heißt das soviel wie Blinder Fleck (welch Wunder) und passt auf die Serie wie A**** auf Eimer.

Die Handlung beginnt damit, dass eine Tasche einsam auf dem Times Square entdeckt wird mit einem Anhänger, der sie an das FBI adressiert. Nachdem das Bombenkommando nichts entdeckt, öffnet sich die Tasche von selbst und eine splitterfasernackte Frau (Jaimie Alexander) entsteigt ihr. Ihr Körper ist komplett mit Tattoos übersät, und eines trägt den Namen des FBI-Agenten Kurt Weller (Sullivan Stapleton), der ihr noch nie begegnet ist. Um das Szenario noch kurioser zu machen: Die Frau erinnert sich an keinen Moment ihres Lebens vor dem Augenblick, in dem sie in der Tasche aufgewacht ist. Nicht einmal ihren eigenen Namen kennt sie oder den Grund für ihre Tattoos, die scheinbar alle auf einmal gestochen worden sind. Es stellt sich heraus, dass jedes Tattoo einen Hinweis auf ein Verbrechen enthält. Man muss sie nur entschlüsseln. Und nach und nach kehren Bruchstücke der Erinnerung von „Jane Doe“ zurück – doch diese stiften mehr Verwirrung, als dass sie Fragen beantworten.

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Die Anfangsszene von Blindspot: Jane Doe auf dem Times Square. Quelle: Serienjunkies.de

Bisher wurden 10 Episoden á 60 Minuten im Original ausgestrahlt, die Serie wird am 29. Februar mit der 11 Episode fortgesetzt. Es steht fest, dass es mindestens 2 Staffeln geben wird. Jippieh! Die Ausstrahlungsrechte liegen laut Wikipedia bei der ProSiebenSat.1 Media AG, aber es ist noch kein Termin zur Ausstrahlung angegeben.

Zuerst habe ich die Pilotfolge nur angesehen, weil ich nichts besseres zu tun hatte und die Hauptdarstellerin optisch sehr sympathisch fand. Nach geschlagenen 2 Minuten war ich so gefesselt, dass ich alle Folgen, die bis dahin verfügbar waren, noch in derselben Woche gesehen hatte. Was an der Serie so toll ist? Die Idee, Verbrechen, die sowohl in der Vergangenheit liegen als auch solche, die erst noch geschehen, in Tattoos zu verpacken, zu verschlüsseln und einen Menschen somit als Datenträger zu nutzen, ist irgendwie erschreckend, aber auch faszinierend. blindspot1Diesem Menschen alle Erinnerungen an sein Leben zu nehmen ist ebenso erschreckend, gibt ihm aber die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen. Wer weiß, was in der Vergangenheit passiert ist? Vielleicht möchte man ja etwas bestimmtes vergessen. Und jedes Verbrechen, dass durch die Tattoos aufgedeckt wird, jede Verschwörung, die ans Tageslicht kommt und jeder Fall, den das FBI aufgrund der Tattoos bearbeitet – das alles gibt auch immer ein kleines Bisschen Aufschluss über Jane Does Vergangenheit beziehungsweise über den Menschen, der sie ist. Es wird viel mit Verwirrung gearbeitet, mit Mysterien und den titelgebenden Blinden Flecken, schließlich weiß niemand etwas über die Frau oder denjenigen, der ihr die Tortur angetan hat, am ganzen Körper gleichzeitig tattoowiert zu werden. Davon lebt die Serie bis jetzt. Und davon lebt sie gut.

Jede Episode bis jetzt hat mich komplett gefesselt und mit meinen Emotionen gespielt, genau so wie mit Pingpongbällen – besser kann ich es nicht beschreiben. Und mehr erwarte ich gar nicht von einer Serie. Bäm. Noch Fragen?

Hier gibt es als ersten Leckerbissen den Trailer für euch und ich hoffe wirklich, dass ich hier mit meiner Begeisterung ein paar von euch anstecken kann, damit ich mit euch darüber reden kann… 🙂

Jetzt wünsche ich euch noch ein schönes Restwochenende und viel Spaß bei was auch immer ihr heute noch so vor habt – vielleicht startet ja jemand von euch sogar mit Blindspot… 😉

Und vergesst nicht, morgen gibt es einen neuen Hinweis für das BuchQuiz2016 für euch!

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15 Kommentare zu “[Serientipp] Blindspot

  1. Musst du immer interessante Serien empfehlen? Oder anders gesagt: Warum empfiehlst du nicht mal Animes? Oder amerikanische Sitcoms? Oder Cartoons? Das interessiert mich nämlich alles nicht 😀 Wegen dir werde ich noch zum Seriengucker.
    Übrigens hab ich mir gestern schnell die Zweite Staffel von Chicago Fire gekauft, weil ich krank bin und mich eh nicht aufs Lesen konzentrieren kann. Eigentlich wollte ich die frühestens im April gucken, wegen der ganzen Hausarbeiten.

    Jedenfalls klingt Blindspot mega interessant und ich werde sicher mal reinschauen. Zum Glück ist bei mir die Überwindung ja groß Serien im Original zu schauen (zumal ich auch gar nicht die Möglichkeiten zu haben, außer sie sind frei irgendwo verfügbar), deshalb warte ich bis sie irgendwann in Deutschland veröffentlicht wird. Oder vielleicht schau ich im April doch mal rein.

    • Oh Mann, du hättest mich eben sehen müssen. 😀 Für solche Kommentare lebe ich. 😉
      Leider nein, solche Serien kann ich nicht empfehlen, die interessieren mich nämlich auch nicht. Sorry. Aber ich freue mich über jeden, der sich mir in meinem Serienwahn anschließen mag.
      Jaja, die Hausarbeiten. Hust. Es gibt etwas, in dem ich richtig gut bin, und das ist Prokrastination…
      Ich schaue auch nicht viele Serien im Original, aber hierbei ist das Englisch sogar verständlich. Mich stören die deutschen Untertitel sogar oft, sodass ich mir lieber Versionen suche, die keine haben. Und wenn man weiß, wo man suchen muss, sind ja eigentlich alle Serien frei verfügbar…
      Wenn du hineingeschnuppert hast, dann lass mich wissen, wie Blindspot dir gefällt! Ich bin gespannt!

      • Freut mich, wenn du durch mich eine Lebensgrundlage hast 😀
        Tja… mein Problem ist aber die Zeit. Ich kann eigentlich auch ganz gut andere Sachen machen als die, die ich machen muss, aber mittlerweile hab ich das Gefühl so knapp in der Zeit zu sein… Na ja egal. Ich jammer viel zu viel rum.

        Wenn man weiß wo man suchen muss, ja. Aber das ist nicht so meins 😉
        Ich sag Bescheid und danke dir ggf. Mindestens einmal. 😀

      • Das Zeitproblem habe ich auch und dadurch ein immens schlechtes Gewissen. Du kennst das sicherlich, da sitzt man gemütlich im Bett / auf dem Sofa / … und schaut glücklich und zufrieden eine Serie oder liest ein Buch, dann fällt einem aus heiterem Himmel ein, dass da noch diese eine spezielle Aufgabe wartet – und dann sitzt man mit schlechtem Gewissen auf dem Bett / Sofa und schaut mit schlechtem Gewissen eine Serie oder liest ein Buch. Aber man macht es trotzdem. Und hinterher ärgert man sich. Ein bisschen. Vielleicht. Hach, ich sollte eine neue Rubrik hier aufmachen mit Tipps, wie man erfolgreich seine Aufschieberitis ausleben kann… Oder besser nicht. Und ich jammere auch immer zu viel. 🙂 Du bist nicht allein.
        Wenn du wolltest, könnte ich dir sicherlich gern sagen, wo du suchen müsstest. (Man beachte den Konjunktiv, ich habe natürlich keine Ahnung von sowas… 😉 )
        Mindestens einmal. Ich erinnere mich / dich daran. 😉 Mach dir noch einen schönen Abend!

      • Jetzt mal ganz ehrlich: Ich kenn das nicht. Ich lese in Klausurphasen grundsätzlich nicht und schon gar nicht glücklich und zufrieden —> schlechtes Gewissen. Ich bin dann mehr so der Typ: Was gibt es denn neues auf Facebook? Nix. Klick aufs Word Dokument. Ich tippe ein: „1. Einleitung“ Denke: Mensch, jetzt haste aber was geschafft. Vielleicht gibt es was neues auf Facebook (oder irgendeine andere Seite). Nein (Natürlich nicht, es sind ja nur zwei Sekunden vergangen). Und jetzt ist es halt extrem, weil bei uns die Prüfungsordnung geändert wurde und man jetzt außer in Vorlesungen nur noch Hausarbeiten schreibt. Im Master gibt es aber kaum noch Vorlesungen, bedeutet also drei. vier, fünf Hausarbeiten pro Semester.

        Natürlich hast du keine Ahnung davon. Wenn ich wollen würde, wüsste ich auch schon, wo man suchen könnte, aber ich will ja tatsächlich nicht. 😀 Und selbs wenn ich wollen würde, dann wären die technischen Voraussetzungen eher miserabel.

      • Okay, ich kann mir das Lesen oder Serienschauen nicht wirklich verkneifen, aber ich muss auch nicht so viele Hausarbeiten schreiben. Dieses Semester waren es nur 2, wovon ich an einer noch arbeite. Wenn ich tatsächlich so viel schreiben müsste (und zwar keine Klausuren, davon gab es mehrere), dann würde ich das wohl anders machen müssen. Mit Facebook ist das wie mit dem Kühlschrank, in den man vor zwei Minuten schon geschaut hat… Kenne ich also auch. Aber sei froh, dass du wirklich eine lesefreie Phase einlegst, ich nehme stark an, dass das sehr hilfreich ist. Was studierst du denn noch mal? Nicht, dass sowas auch noch auf mich zukommt… 😉
        Miserable Technik. Der Alptraum aller Serienfanatiker. 🙂

  2. Zu viele Kommentare, ich kann dir auf deinen wieder nicht antworten 😦
    Ich weiß nicht, ob das wirklich helft. Arbeitstechnisch eher nicht, zumindest nicht bei den HAs. Beim Lernen im Januar hat das Nichtlesen definitiv geholfen, aber jetzt?! Ich glaube nicht, dass ich dadurch mehr schreibe bzw. schneller schreibe. Aber ich fühl mich grundsätzlich besser, weil ich weiß, ich lass mich nicht durch Bücher ablenken. Nur diesmal ist es eben anders, weil ich sehr unkonzentriert bin und mich durch alles ablenken lassen. Aber im Allgemeinen ist das Nichtlesen echt mehr fürs Gefühl, als dass es einen messbaren Zeitvorteil hat.

    Soziologie. Das ist aber eher ein Ding von unserem Lehrstuhl. Musst dir denke ich keine Sorgen machen 😀

    • Na, wenn das mal kein Luxusproblem ist, zu viele Kommentare zu haben… 😉
      Aber das Gefühl reicht ja vielleicht schon. Ich meine, wenn du nicht gerade an einem Buch „arbeitest“, dann wirst du nicht so schnell abgelenkt von dem Gedanken, dass du weiterlesen möchtest.
      Naja, ich studiere Buchwissenschaft. Ich gehe schon davon aus, dass noch so einige Hausarbeiten auf mich zukommen… Aber ich weiß noch nicht, ob ich den Master überhaupt mache, ich hab ja gerade erst angefangen. 🙂

      • Klar, wenn man nicht gerade einen Studiengang mit Staatsexamen hat, wird man immer Hausarbeiten schreiben müssen. Aber im Bachelor hab ich genau drei Hausarbeiten geschrieben. Eine davon nicht in Soziologie, sondern in Powi, eine war Pflicht in „Einführung in das soziologische Arbeiten“, die jeder Soziologie geschrieben hat, also hab ich quasi nur eine richtige soziologische Hausarbeit geschrieben. Und da haben sich wohl viele drüber beschwert, weil wir auch in den Seminaren Klausuren geschrieben haben. Und das ist an anderen Unis nicht. Aber jetzt ist es sowohl im Master wie auch im Bachelor so, dass in Seminaren Hausarbeiten geschrieben werden und in Vorlesungen Klausuren. Aber weil man im Bachelor ja noch mehr Einführungsveranstaltungen hat, hält sich das Schreiben da noch in Grenzen.

        Aber na ja eigentlich das ein langweiliges Thema. Ich suche nur Beschäftigung. Wo wir wieder beim Anfang wären 😀

      • Naja, ich bin jetzt ein Semester dabei und schreibe meine zweite Hausarbeit, wobei die erste nur über 5 Seiten war und mehr eine Übung als eine richtige Arbeit, und diese in meinem Nebenfach über ein völlig anderes Thema ist. Ich hab ja nichts gegen Hausarbeiten, aber Klausuren machen viel weniger Aufwand… wenn es dabei auch unsicherer ist, was man lernen muss.

        Was war noch mal unser Anfangsthema? Aufschrieberitis? Ich glaube, du hast die Krankheit auch… 😉 Aber das ist schon okay. Für eine Weile. 🙂

      • Ich hab eindeutig was gegen Hausarbeiten. Ich schreib lieber in jeden blöden Fach ne Klausur als ne Hausarbeit. Wenn es sein muss auch zweimal. Also ne, Hausarbeiten gehn gar nicht…

        Ich? Aufschieberitis. Niemals!

      • Ich schreibe lieber über ein Thema, das ich mir ausgesucht habe und das mich daher interessiert, als mein Allgemeinwissen in einem bestimmten Bereich zu beweisen. Ich bin nicht so der fleißige Lerner und kann mich in Texten oft besser ausdrücken als kurz und knackig in einer Klausur. Ich bin mehr so der Schwafler… Ist dir sicherlich noch nicht aufgefallen… 😉

        Mhm, tut mir leid, Ihnen das mitteilen zu müssen, aber Sie leiden an einer akuten Form der Aufschieberitis, Frau Sammelsurium! Aber Sie sind damit nicht allein. Es gibt tolle Selbsthilfegruppen im Internet, und die heißen nicht Facebook! 😉

  3. Pingback: [Behind the Screens] #18 Zahnschmerzen der Hölle, Bücher und Serien | Die Bücherkrähe

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