[Filmtipp] Disney-Märchen

Hallo ihr Lieben,

am heutigen Samstag möchte ich euch nicht nur einen Film oder eine Serie vorstellen, sondern gleich ein ganzes Paket an Filmen. Ich persönlich habe nie wirklich viel Zeit mit Disney und seinen Märchen verbracht. Meine Schwestern und ich fallen eher in die Kategorie Astrid Lindgren und Enid Blyton und Grimms Märchen, jedoch in Buchform, nicht als Film oder Serie. Die einzigen Filme, die wir wirklich früher gesehen haben, waren die Sendung mit der Maus, das Sonntagsmärchen und ab und zu mal andere Dinge, das waren aber eher Ausnahmen. Diese schrillbunten und heile-Welt-vorspielenden Disneyversionen von Märchen oder anderen Geschichten passten einfach nicht zu uns, und ich trauere auch nicht deswegen. Ich habe damals nichts vermisst, und tue es jetzt auch nicht. Aber irgendwie bin ich vor kurzem auf Mulan gestoßen und musste mir das ansehen. Da habe ich dann beschlossen, dass ich mir den Rest auch noch anschaue. Und jetzt sitze ich hier und erzähle euch kurz und knapp von den Disneyfilmen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe… Sachen gibt’s… 🙂

Ach ja, das Ganze dient übrigens der Vorbereitung auf Alles steht Kopf, was Donnerstag im Kino angelaufen ist, und der Hit sein soll… In meiner Aufzählung hat die Reihenfolge übrigens nichts zu bedeuten und es sind auch nicht alle aufgezählt, die ich je gesehen habe, sondern nur die, die ich zuletzt sah oder die irgendwie herausstechen.

Also, erst mal allen voran die Animationsfilme. Was sonst. 🙂 


Mulan

Die Geschichte gefällt mir gut, da es erst einmal um ein asiatisches Mädchen geht, das aus dem System ausbricht, was in China ja einen riesigen Affront gegenüber allem und jedem bildet. Außerdem liebe ich Mushu, der ganz offensichtlich von Otto Waalkes synchronisiert wurde, und auch Kricket, die (Glücksbringer-)Grille ist nicht zu verachten. Ach ja, und dann ist da noch die typisch heldenhafte Geschichte von dem Mädchen, das unterschätzt wird und das Land rettet und am Ende den Mann kriegt, den es will.


Pinoccio

Hierzu sei nur kurz und knapp gesagt: Sowohl der Film als auch das Buch haben mir Gänsehaut, wenn nicht sogar Alpträume beschert. Das ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich habe nicht das Bedürfnis verspürt, diesen Film für diesen Post noch einmal zu sehen…

Findet Nemo

DER Film überhaupt. Ein kleiner Goldfisch geht verloren und sein Papa muss sich mit einer strohdoofen Fischdame auf den Weg ins offene Meer machen, auf der Suche nach ihm. Gefahren in Form von Haien und Dummheit der Begleiter, Menschen und von Menschen Gemachtem lauern überall.

Pocahontas

Das willensstarke Indianermädchen, das das Land, in dem es lebt, liebt, und alles in Gefahr sieht, als der weiße Mann Amerika erreicht. Wenn da doch nur John Smith nicht wäre, der Weiße, an den es sein Herz verliert. Aber es bekommt ja seines dafür zurück. Und der Kontakt zwischen Rothaut und Weißem Mann ist hergestellt. Dennoch trennen sich die beiden am Ende und Smith kehrt nach England zurück. Werden sie sich wieder sehen? Eine typisch dramatische Geschichte um einen Rassenkonflikt und die Geldgier des mittelalterlichen Adels, in deren Zentrum eine interkulturelle Beziehung steht. Gute Idee, aber etwas schwach umgesetzt meiner Meinung nach.

Merida – Eine Legende in den Highlands

Seit Feuer und Stein habe ich irgendwie ein Schottland-Fieber und da kam mir dieser Film natürlich gerade recht. 🙂 Das freche Mädchen als Heldin einer Nation. Hach. Ich mag den Film. 🙂 Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen…

Arielle – Die Meerjungfrau

Jeder kennt Arielle, die erste rothaarige Disneyprinzessin. Die Meerjungfrau mit dem feigen Fisch als bestem Freund und der Krabbe, die alles besser weiß. Und dem Faible für Männer, die sie nicht haben kann. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Wie dem auch sei, es ist ein toller Film aus den ersten Jahren der Traumfabrik Disney. Ich meine, dass die Frau 1989 entstanden ist, sieht man ihr doch echt nicht an, oder? 😉

Rapunzel – Neu verföhnt

Die Geschichte vom gestohlenen Kind, sein Leben lang im Turm eingesperrt und vor der Welt „beschützt“, da Mutter mehr weiß… Verpackt in unglaublichen Sarkasmus und super Humor. Diesen Film habe ich vor ein paar Jahren mit meinem kleinen Cousin gesehen und war sofort hin und weg. Ich meine, wer liebt Flynn nicht? 😉


Die Schöne und das Biest

Ach ja, die Geschichte vom tapferen Bauernmädchen mit Lesewut, das sich für ihren alten Vater opfert und einem Biest ein Lächeln ins Gesicht zaubert und schließlich den Fluch vom verzauberten Prinzen (Klischee lässt übrigens grüßen) zu nehmen vermag. Ich mag die Geschichte, wohl weil mir dieses Prinzesschen in den Hobbys am nächsten kommt und irgendwie auch die Tatsache, dass man nicht immer nach dem Äußeren gehen darf. Natürlich hat jedes Märchen seine Moral, aber dieses gefällt mir einfach sehr. (Es wird übrigens aktuell mit Emma Watson als Belle verfilmt – nur als kleine Nebeninfo. 😉 )

Küss den Frosch

Endlich mal eine schwarze Disney-Prinzessin! Die Gleichheit ist also auch im konservativen Film-Amerika angekommen. Allerdings finde ich diese Geschichte nicht allzu spannend. Das Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen mit großen Träumen muss sich durch die Frösche küssen, ehe sie ihren Prinzen findet – oder eben einen Voodoozauberer und ein paar Geister. Dass das Frösche-Küss-Motiv hier mal direkt umgesetzt ist, finde ich gut, aber der Film an sich hat mich nicht wirklich mitgerissen.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Als einer der neuesten Animationserfolge Disneys strotzt dieser Film nur vor Ironie, Witz und Helden, die als Nebenfiguren getarnt sind. Natürlich gibt es auch hier die obligatorischen tollen Gesangsszenen, die mit den Jahren zwar besser, aber nicht wirklich anders geworden sind, wenn ihr mir folgen könnt… 🙂 Die Handlung ist komplexer und daher ist es auch kein Wunder, dass dieser Film ein Kassenschlager geworden ist.
ABER: Dieser Film basiert sehr, sehr locker auf Hans Christian Andersens Die Schneekönigin. Und dieses Märchen ist es, das mir wohl die schlimmsten Alpträume beschert hat. Ich habe noch immer bildlich vor Augen, wie ich als kleines siebenjähriges (oder so) Mädchen mit meinen Schwestern und Cousinen bei meiner Oma vor dem Videorekorder saßen, immer zu Weihnachten, und diesen Film sahen. Ich habe mich immer unter der Decke versteckt. Was man Disney also lassen muss: Sie haben echt Talent darin, die schrecklichsten Geschichten hinter einer rosa (oder eisblauen, in diesem Fall) Herzchenbrille zu verstecken. Ich zumindest habe auf den ersten Blick die Hintergrundgeschichte gar nicht erkannt.

Fantasia

Dieser Film ist der absolute Mega-Wahnsinn. Das mal vorweg. Dieser Film hat tatsächlich Filmgeschichte geschrieben, da er wohl – wenn ich im Musikunterricht aufgepasst und das richtig in Erinnerung habe – der erste abendfüllende Film war, der Musik als Hauptthema hatte. Und in ordentlicher Disneymanier wurden die Musik- und Gesangsszenen natürlich schön animiert und irgendwie als Traumsequenzen dargestellt. Diesen Film haben wir in der Schule mehrfach sehen müssen, um überhaupt alles begreifen zu können, was uns da vorgesetzt wurde… Wahnsinn.

Natürlich habe ich auch Realverfilmungen gesehen, nicht nur die animierten Geschichten. Auch hier liste ich nicht alle auf, die ich je gesehen habe, sondern nur die letzten beiden, die ich gesehen habe. 🙂

Maleficent – Die Dunkle Fee

Dass hinter der bösesten Fee von allen nur eine missverstandene junge Frau stecken soll, ist doch etwas weit hergeholt. Wenn es hier auch echt gut umgesetzt ist und die Fantasie jedes Zuschauers Wellen schlagen lassen wird. Ich meine, wenn das möglich ist, dann ist nichts unmöglich. Ein toller Film dem etwas Sinn fehlt.

Descendants

Erst dachte ich, dass dieser Film in einer Liste mit Disneyproduktionen steht, sei ein Fehler, da doch „gerade erst“ ein Film mit demselben Titel, aber George Clooney und Shaileene Woodley in den Hauptrollen im Kino war. Es stellte sich heraus, dass es ein Film über die Nachkommen der eigentlichen Märchengeneration handelt. Also die Kinder von Cruella DeVil, Jafar, Maleficent und der bösen Königin und die Kinder von Belle und dem Biest, von Dornröschen und ihrem Prinzen, von Schneewittchen und Prince Charming und so weiter. Die müssen irgendwie miteinander auskommen. Natürlich wurde auch hieraus wieder ein kleines Musical gemacht, aber es ist doch irgendwie nett anzuschauen. Natürlich sehen die Schauspieler alle wieder gut aus, damit der Zuschauer ein Heile-Welt-Gefühl hat, aber das nur am Rande.

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von Henrike Veröffentlicht in Tipp

8 Kommentare zu “[Filmtipp] Disney-Märchen

  1. Hallo und guten Tag,

    mein letzter Tag aus diesem Bereich war, die Eiskönig…netter Film ..nur manchmal hat mich persönlich das Gesinge etwas genervt..aber egal.

    LG..Karin…

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  2. Hallo 🙂

    das ist doch mal ein schönes Thema.
    Märchen geschaut habe ich auch nie, ich kenne nichtmal Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel, was mir immer wieder skeptische und entsetzte Blicke einbringt. Bei uns gab es auch immer Astrid Lindgren und Grimms Märchen. Das sind einfach so Klassiker, die muss man kennen. Egal ob man Bücher mag oder nicht, aber wer als Kind Pippi Langstrumpf nicht kennen lernt, lebt vermutlich hinterm Mond. Mindestens 😀

    Ich kenne aber trotzdem einige Disney Filme, aber vermutlich die wenigsten von vorn bis hinten. Ein bisschen bekommt man ja doch immer mit. Mein absoluter Liebling ist Aladdin. Ich finde Jasmin so unglaublich hübsch. Und Fabius aus Arielle liebe ich auch. ^^

    Mulan soll ja wirklich gut sein, hab ich jetzt schon so oft gehört. Muss ich mir irgendwann mal anschauen.

    Nemo ist ja auch fast schon ein Klassiker. Hab ich im Kino gesehen und fand den auch echt gut. Mittlerweile nervt es mich aber fast ein bisschen.

    Rapunzel – Neu verföhnt fand ich auch ganz gut. Aber irgendwie mag ich die alten Sachen doch lieber als die animierten Versionen.

    Waaaaaaaaaas? Die schöne und das Biest wird mit Emm Watson verfilmt? Wollte gerade sagen, dass ich den Film noch nie gesehen hab und das mal nachholen muss. Dann warte ich doch glatt bis mal irgendwann der Film mit Emma Watson erscheint ♥

    Die Eiskönigin ist ja echt total gehypt worden. Ich hab ihn mir nicht angesehen, irgendwie spricht der mich so gar nicht an.

    Fantasia ist für mich so ein Albtraumfilm. Allein wenn ich dran denke, wie da die tausend Besen die Treppe runter kommen und es nimmt kein Ende. Und dann diese Musik dazu. Da bekomm ich sofort Gänsehaut.

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    • Wow, wenn das mal kein ausführlicher Kommentar ist! 🙂 Danke dir!
      Die drei Haselnüsse kenne ich auch nicht so genau, aber ein Begriff sind sie mir dann doch. Und: Hinterm Mond? Hinter Pluto! 😉
      Aladdin habe ich neulich gesehen, aber ich gestehe, ich habe einige Stellen einfach übersprungen, weil mir das teilweise einfach zu langatmig war.
      Soll ich dich auf dem Laufenden halten, was die Watson-Version angeht? Damit würde ich mir selbst auch einen Gefallen tun… 😉
      Ja, Fantasia ist ein bisschen anders. Aber wenn man ihn bewusst mit dem Fokus auf die Musik anschaut, ist das einfach nur noch beeindruckend..
      LG!

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