[Rezension] Black Blade 1 – Das eisige Feuer der Magie (Jennifer Estep)

Titel: Black Blade – Das eisige Feuer der Magie
Autor(in): Jennifer Estep
Verlag: Piper ivi
Format: TB
Seitenzahl: 368
Erschienen: 05.10.2015
ISBN: 978-3-492-70328-4
Preis: 14,99€
Erworben: September 2015; Vielen lieben Dank für das Vorab-Exemplar und das Rez-Ex!

Erste WorteAller schlechten Dinge sind drei. Die drei Hexen. Diese drei Bären, denen Goldlöckchen begegnet ist.  Die drei mit Schwertern bewaffneten Wachen, die mich gerade jagten. »Komm zurück, du Diebin!«, brüllte einer der Männer. Seine Stimme hallte über die Dächer. Grinsend lief ich schneller.

Inhalt

Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie – jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe.

Quelle: http://www.piper.de/buecher/black-blade-isbn-978-3-492-70328-4

Meine Meinung

Magie, Monster, Mafia – all das findet man in Black Blade. Menschen mit und ohne magische Fähigkeiten, Monster, die im Geheimen, aber vor aller Augen leben, die großen Familien, die die Stadt mit mafiaartigen Handlungen im Griff haben. In all dem lebt Lila Merriweather, und sie schlägt sich gut. Bis auf einmal alles durcheinander gerät, sie die Seiten wechseln muss und irgendwann nichts mehr so ist, wie sie es kennt. Doch das gefällt ihr eigentlich ganz gut – zu gut.

Dieses Buch habe ich durch die Blogger-Aktion des Piper-Verlags als Vorab-Exemplar erhalten und bin seit Wochen wild darauf, diese Rezension endlich zu posten – genau genommen seit Anfang September, als das Buch in meinem Briefkasten lag… Aber ich durfte ja kein Sterbenswörtchen darüber verlieren… 😉 Ich bin sicher, es gibt viele Leseratten dort draußen, denen es genau so geht wie mir und die jetzt, wenn sie das hier lesen, begeistert nicken oder grinsen, während sie nebenbei ihre eigene Rezension bloggen…

Die Handlung ist wieder einmal typisch für die Autorin: Eine weibliche Heldin lebt in einer Welt, in der Magie an der Tagesordnung ist und jeder weiß, dass sie existiert, aber manche Leute sie doch ganz gern verleugnen. So nach dem Motto, „ja, ich weiß dass da eine Spinne unter meinem Bett ist, aber wenn ich nicht daran denke, verschwindet sie bestimmt.“ Unsere Heldin kommt natürlich prima damit klar, jedenfalls nach und nach, und ist eine willensstarke und taffe Person, die aber immer wieder das Gefühl hat, überfordert zu sein, während sie eine Situation wunderbar meistert. Wie gesagt, das ist typisch für die Autorin. Genau so typisch ist es, dass ab und zu mal jemand stirbt oder ermordet wird, auf jeden Fall aber die Leute miteinander kämpfen und Blut vergießen. So langsam frage ich mich, ob Jennifer Estep einen Hand zum Brutalen hat oder ob sie irgendwie in Kampfkunst und Waffentechnik ausgebildet ist… Irgendwo muss das doch herkommen… Mir gefällt’s jedenfalls. Meiner Schwester (fünf Jahre älter als ich) war der erste Band der Spinnenreihe zu brutal – aber ich schweife ab.

Die Figuren sind auch hier wieder eine tolle Truppe. Lila, die Einzelgängerin und Auftragstäterin, Mo, der gutmütige aber brummige alte Mentor, Felix, die Quasselstrippe und der tolle Freund, der einen Hang dazu hat, sich in Situationen hineinzumanövrieren, die ihm nicht zugute kommen (zum Beispiel seine Gefühle für ein Mädchen, das er nicht haben darf, ganz Romeo-und-Julia-mäßig), Devon, der tolle Hecht, hinter dem alle her sind, der aber nur Augen für Lila zu haben scheint, Grant, der vor Neid fast platzt, und und und. Die Liste ließe sich weiter ausbauen, aber ich fürchte, dann gehe ich zu sehr ins Detail und verrate Dinge, über die ich nicht in einer spoilerfreien Rezension schreiben sollte…

Der Schreibstil ist wie immer klasse, wobei mich am Anfang schon ein bisschen die Erklärungen gestört haben. Ich mag es lieber, wenn man ins Geschehen geworfen wird und dann während der Geschichte ab und zu etwas erläutert wird. Doch vermutlich hätten diese Erklärungen dann im Mittelteil gestört. Ist wohl besser so, wenn sie am Anfang sind. Ich fand’s trotzdem etwas schade, dass der Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist. Dennoch muss ich gestehen, dass ich das Buch innerhalb von gut 5 Stunden gelesen habe, obwohl ich doch „nur mal kurz reinlesen“ wollte…

Fazit

Wow. Eine großartige neue Serie mit einem bombastischen Start – alle Augen auf Jennifer Estep! Die Frau kann wirklich etwas leisten! 😀

* * * * *

Übrigens – und das gehört jetzt nicht mehr zur Rezension – wird Jennifer Estep im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse sein und unter anderem auch aus diesem Buch vorlesen. Wer sich das wie ich nicht entgehen lassen möchte, kann sich hier schon einmal die Termine heraussuchen und in seinen Kalender übertragen. Vielleicht trifft man sich ja sogar dort? Liebe Grüße euch allen und viel Spaß beim Lesen, falls noch nicht geschehen (was an eine Todsünde grenzt, also gesteht es lieber nicht.. 😉 )!

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2 Kommentare zu “[Rezension] Black Blade 1 – Das eisige Feuer der Magie (Jennifer Estep)

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