[Rezension] Schnee wie Asche (Sara Raasch)

Titel: Schnee wie Asche
Autor(in): Sara Raasch
Verlag: cbt
Format: ePub
Erschienen: 14. April 2015
ISBN: 978-3-641-15002-0
Preis: 11,99€
Erworben: Juli 2015; Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Erste Worte: „BLOCKEN!“ „Wo?“ „Kann ich dir nicht sagen – du musst meinen Bewegungen folgen!“ „Dann mach langsamer!“ Mather rollt die Augen. „Einem feindlichen Soldaten kannst du auch nicht sagen, langsamer zu werden.“ Ich muss über seine Verzweiflung grinsen,…

Inhalt

Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …

Quelle: http://www.randomhouse.de/ebook/Schnee-wie-Asche/Sara-Raasch/e472448.rhd

Meine Meinung

Ihr kennt das sicherlich auch: Da ist so ein Buch, von dem ihr noch nicht allzu viel gehört habt, das auch nicht allzu besonders zu sein scheint. Und doch ist da irgendwas, das sich an euch festkrallt und euch anfleht, es mitzunehmen. So ungefähr war es bei diesem Buch.

Ich glaube, hierbei lag es auch am Cover. Dieses Yin-Yang-Symbol finde ich wunderschön, besonders mit den verschiedenen Landschaften im Hintergrund: Frühling und Winter. Auch der Schnee, der von oben auf die Asche, die am Grund liegt, fällt und damit quasi die hässliche Vergangenheit überdeckt, ist sehr passend. Es sind Gegensätze, die aber irgendwie zusammengehören und -halten. Das passt nicht nur optisch, sondern auch super zur Handlung und Grundidee.

Die Handlung beginnt etwas schleppend, aber nimmt dann rasch an Geschwindigkeit auf. Es ist dieses typische „junge Frau muss Welt retten und erfährt dann Bedeutsames aus eigener Vergangenheit“-Thema. Was nicht schlecht ist, aber eben einfach vorhersehbar. Ab und zu gibt es inhaltlich kleine Sprünge, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen, aber doch etwas merkwürdig erscheinen. Auch ergeben einige Wendungen weniger Sinn. Dennoch ist die Handlung im Großen und Ganzen schlüssig und interessant.

Die Charaktere – Meira, Mather, Sir, Angra, Noam, Thorne und all die anderen – sind ein bisschen stereotypisch: Das Mädchen, das als Waise aufgezogen wurde und mit ihrem Schicksal hadert; der junge König, der nichts mit dem Mädchen unter seinem Stand anfangen darf und dabei noch sein Königreich, das er nie kennengelernt hat, zurückerobern und damit verbundene Erwartungen erfüllen muss; der General mit der harten Schale um den weichen Kern, der sein eigenes nicht zu kleines Päckchen zu tragen hat; der Mann, der alle Welt unterjocht und doch irgendwie nichts dafür kann; der König, der nur seinen eigenen Vorteil sucht und nicht davor zurückschreckt, Flüchtlinge aus seinem Schutz auszuliefern; Der Königssohn, der als Baustein im politischen Plan hin- und hergeschoben wird und endlich aufsteht, um seine Meinung zu sagen. Hat man alles schon mal irgendwo gehört, aber das ist in Ordnung. Es passt trotzdem alles.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Man merkt manchmal, dass die Abschnitte zu verschiedenen Zeiten geschrieben worden sind, manchmal sind die Worte etwas kindlicher, manchmal werden dieselben Dinge auf wesentlich erfahrenere und erwachsenere Weise beschrieben – was wohl darauf zurückzuführen ist, dass der erste Entwurf dieser Geschichte von einer Zwölfjährigen verfasst wurde… Beeindruckend ist das auf jeden Fall.

Es ist jetzt nicht so, dass ich schwer begeistert bin von der Geschichte oder vollkommen enttäuscht; es war einfach anders als erwartet. Vielleicht kann ich mich, wenn ich dieses Buch später erneut lese, besser damit anfreunden. Eine nette Unterhaltung ist es jedenfalls.

Fazit

Nach einem schwachen Anfang eine überraschend gute Geschichte. Erinnert mich ein bisschen an Trudy Canavans Die Rebellin.

* * * * *

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2 Kommentare zu “[Rezension] Schnee wie Asche (Sara Raasch)

  1. „Ihr kennt das sicherlich auch: Da ist so ein Buch, von dem ihr noch nicht allzu viel gehört habt, das auch nicht allzu besonders zu sein scheint. Und doch ist da irgendwas, das sich an euch festkrallt und euch anfleht, es mitzunehmen. So ungefähr war es bei diesem Buch.“

    Ja, ich hätte das Buch gerne, weil es ein Fantasybuch ist und das Cover ist so schön, aber ich habe bis jetzt nur „negatives“ gehört bzw. soll das Buch ja nur so durchschnittlich sein. Aber ich will es trotzdem haben, denke ich mir. ^^ Und dann lese ich deine Rezensionen und denke mir wieder: „Ach, nein ich habe eh so viele ungelesene Bücher“. Deshalb vielen Dank für deine ernüchternde Rezensionen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Sarah

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