Testbericht eReader

Neuerdings geht ja alles elektronisch. Ich weiß, dass ich mich da wahrscheinlich ziemlich altmodisch anhöre, aber ich mag eher die Dinge, die man noch anfassen kann. Allerdings bin ich den Neuerungen auch nicht vollends abgeneigt. (Hiermit gestehe ich offiziell mein Interesse an technischen Spielereien!) Deshalb habe ich schon das eine oder andere Mal die Onleihe der niedersächsischen Bibliotheken ausprobiert, allerdings über meinen Laptop. Nun hat sich besagte örtliche Bibliothek einen Satz eReader angeschafft. Ich habe also die Gelegenheit genutzt und mir sofort einen davon geschnappt. Und erstaunlicherweise sind diese Dinger gar nicht mal so übel.

Das erste, was getan werden muss, ist die Treibersoftware auf dem Rechner zu installieren, mit dem man den eReader verbunden hat. Das ist in einer kurzen halben Stunde getan – zumindest auf meinem Win8-Rechner. Bei älteren Modellen wird das durchaus länger dauern können. Und dann kann man gleich die ersten Bücher herunterladen, wobei egal ist, ob man sie in eBook-Stores, bei Amazon oder anderen Anbietern kauft, oder aber einfach die Onleihe nutzt. Ich persönlich kaufe mir lieber Papier, aber für ein Leihbuch reicht mir auch die elektronische Version. Besonder, wenn ich unterwegs bin. Man hört ja immer wieder, dass diese eReader so viel leichter sind als Bücher. Aber dass diese Dinger so leicht sind, das hatte ich nicht erwartet. Mein Handy, klein, kompakt und altmodisch mit Tasten, ist schwerer! Und nimmt nur ein Viertel der Größe des eReaders ein. Es ist beinahe so, als hätte man nichts in der Tasche. Man merkt es gar nicht. Und kann so eine ganze Bibliothek mit sich herumtragen. Das finde ich schon mal beeindruckend. Auch nicht schlecht ist die einfache Bedienung des Gerätes. Auf Knopfdruck geht es an, auf die Berührung des Touchdisplays hin kann man Einstellungen ändern und das Buch auswählen, das man lesen möchte. Das Display des eReaders, den ich getestet habe (Sony PRS-T2), ist auch noch so, dass man von allen Seiten schräg darauf schauen und noch jedes einzelne Wort lesen kann – sofern man die entsprechende Schriftgröße eingestellt hat. Bei normalen Bildschirmen von Fernseher, Handy oder Computer ist es so, dass ab einem gewissen Winkel das Bild heller oder dunkler wird, sich jedenfalls so verändert, dass man es nicht mehr erkennen kann. Das ist bei diesem eReader nicht der Fall. Der Text ist aus jeder Perspektive sichtbar. Das finde ich klasse. Was mir nicht so gefällt, ist, dass das Gerät nur Schwarz-Weiß-Bilder anzeigt. Die teilweise wirklich schönen Cover mancher Bücher macht das optisch kaputt. Aber das es mir als Leser ja weniger um das Bild vorne auf dem Deckel, der den fantastischen Inhalt eines Buches verbirgt, geht, ist das gar kein so großes Problem für mich. Mich interessiert ja eher das, was hinter der Fassade steckt. Außerdem ist das wahrscheinlich ein Manko, das nicht bei jedem eReader vorhanden ist. Deshalb:

Ich finde, besonders für unterwegs sind eReader eine tolle Erfindung. Sie verhindern zwar auch nicht, dass einem beim Auto- oder Busfahren vom Lesen schlecht wird, aber sie machen die Tasche wesentlich leichter. Doch für zuhause, für gemütliche, kuschlige Leseabende vor dem Kamin oder auch einfach nur bei Regenwetter im Bett sind die altmodischen Bücher aus Papier und Tinte noch immer meine Favoriten. Wenn ich aber in den Urlaub fahre, werde ich wohl vorher noch mal kurz in meine Bibliothek gehen und mir einen eReader gut bestücken. Dann habe ich mehr Platz im Koffer für Klamotten. 🙂

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